Diakonie-Patenprojekt "Vergiss mich nicht" ausgezeichnet

Anlässlich des diesjährigen Jahresempfangs der Diakonie Berlin-Brandenburg- schlesische Oberlausitz wurden heute  vier diakonische Projekte aus den 1.600 diakonischen Einrichtungen in den drei Bundesländern mit der Wichernplakette geehrt, darunter das Projekt "Vergiss mich nicht!" unseres Diakonischen Werks Berlin Stadtmitte. Das Projekt " Vergiss mich nicht" vermittelt seit mehr als zehn Jahren Paten an Kinder aus Familien mit suchkranken Eltern und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Suchtprävention.

Hintergrund: In Berlin leben ca. 100.000 Kinder in Familien, in denen eines oder beide Elternteile suchtmittelabhängig sind. Sie entwickeln ein 6-fach höheres Risiko für Suchterkrankungen wie Gleichaltrige. Die Patinnen und Paten von „Vergiss mich nicht“ schaffen diesen Kindern und Jugendlichen Woche für Woche temporäre Auszeiten vom suchtbestimmten Alltag. Das Projekt wird ausgezeichnet als Schnittstelle zwischen Kinderschutz und Suchtprävention. Kinder aus suchtbetroffenen Familien werden gestärkt, indem ihnen langfristig eine feste Bezugsperson zur Seite gestellt wird.

Anna Bandt, Projektleiterin „Vergiss mich nicht“: "Kinder brauchen Halt, Stabilität und eine verlässliche Umgebung, um sich zu gesunden Menschen entwickeln. In suchtbelasteten Familien ist das häufig nicht gegeben. Das Berliner Patenschaftsprojekt „Vergiss mich nicht“ stärkt diese Kinder, indem es ihnen langfristig eine feste Bezugsperson an die Seite stellt. Das kräftigt die Widerstandsfähigkeit der Kinder und verringert ihr Risiko, später selbst abhängig zu werden.“

Über die Auszeichnung mit der Wichern-Plakette sagt Diakonie-Direktorin Dr. Ursula Schoen: „Johann Hinrich Wichern war ein Pionier der sozial-diakonischen Arbeit im 19. Jahrhundert. Mit der Verleihung der Wichern-Plakette möchten wir den Blick auf innovative Einzelprojekte in der Diakonie richten und so den sozialen Pioniergeist besonders in diesen schwierigen Zeiten stärken und fördern. Ob Patenprojekt für Kinder aus Suchtfamilien, inklusive Ferienfreizeiten, Vorschularbeit für Kinder mit Fluchthindergrund oder innovative Ausbildungskonzepte für Jugendliche im ländlichen Raum: mit der alljährlichen Auswahl machen wir deutlich, dass sich diese zukunftsweisende Kraft für die Gesellschaft in ganz vielfältiger Weise entwickeln kann.“

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