Laudatio der Jury:
Einer Gesellschaft der es gelingt, Verantwortungsgefühl und empathisches Handeln als Grundkonstante des Zusammenlebens zu erschließen, findet einen Weg in eine bessere Zukunft! Das Patenschaftsprojekt steht exemplarisch für diesen gesellschaftspolitischen Anspruch.
Auf einfache, aber eindringliche Weise überführt das Projekt das Konzept von der Zivilgesellschaft in die Alltagswirklichkeit. Soziale Anonymität und das Wegducken hinter Institutionen wird zu Gunsten nachbarschaftlicher Solidarität durchbrochen. Ein absehbarer Teufelskreis kann vermieden werden: Lebenswege und Krankheitserfahrung der Elterngeneration überfordern die Kinder und bedrohen deren eigene Entwicklung. Die Paten bieten Orientierung, zeigen Auswege, reichen eine helfende Hand. Die Ressourcen dieses Projekts sind so wirkungsvoll, wie einfach!
Das Projekt ist sehr gut geeignet, eine Atmosphäre zu fördern, in der die Last der Suchterkrankung der Eltern nicht die Kinder erdrückt. Vielmehr eröffnen sich Perspektiven, eigene Lebenswege unabhängig von der Krankheit der Eltern zu finden. Das Projekt überzeugt und besticht; es verdient viele Nachahmer.