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Vergiss mich nicht
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"Vergiss mich nicht" erhält den Anerkennungspreis beim Preis Soziale Stadt 2010

Am 13. Januar 2011 fand die öffentliche Preisverleihung in der Aula der Max-Taut-Schule in Berlin-Lichtenberg statt. Lutz Freitag, Präsident des GdW, Oda Scheibelhuber, Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und Sabine Süß, Geschäftsführender Vorstand der Schader-Stiftung, sprachen über die Bedeutung des Programms „Soziale Stadt“ für die Entwicklung der Quartiere. Aus insgesamt 178 Bewerbungen wählte die Jury zehn Preise und 11 Anerkennungspreise aus.

Die Jury überzeugte insbesondere die Möglichkeit der Kinder, durch eine Patenschaft eigene Lebenswege unabhängig von der Krankheit der Eltern zu finden. Außerdem würdigte sie das Durchbrechen der soziale Anonymität und Wegducken hinter Instituionen zugunsten einer nachbarschaftlichen Solidarität.  Wir freuen uns über die Anerkennung unserer Arbeit!




Laudatio der Jury:

Einer Gesellschaft der es gelingt, Verantwortungsgefühl und empathisches Handeln als Grundkonstante des Zusammenlebens zu erschließen, findet einen Weg in eine bessere Zukunft! Das Patenschaftsprojekt steht exemplarisch für diesen gesellschaftspolitischen Anspruch.

Auf einfache, aber eindringliche Weise überführt das Projekt das Konzept von der Zivilgesellschaft in die Alltagswirklichkeit. Soziale Anonymität und das Wegducken hinter Institutionen wird zu Gunsten nachbarschaftlicher Solidarität durchbrochen. Ein absehbarer Teufelskreis kann vermieden werden: Lebenswege und Krankheitserfahrung der Elterngeneration überfordern die Kinder und bedrohen deren eigene Entwicklung. Die Paten bieten Orientierung, zeigen Auswege, reichen eine helfende Hand. Die Ressourcen dieses Projekts sind so wirkungsvoll, wie einfach!

Das Projekt ist sehr gut geeignet, eine Atmosphäre zu fördern, in der die Last der Suchterkrankung der Eltern nicht die Kinder erdrückt. Vielmehr eröffnen sich Perspektiven, eigene Lebenswege unabhängig von der Krankheit der Eltern zu finden. Das Projekt überzeugt und besticht; es verdient viele Nachahmer.